Merian-Apotheke Mosbach

Fachartikel

Früherkennung von insulinpflichtigem Diabetes mellitus

Mit Antikörpern gegen Glutaminsänre-Decarboxyiase (anti- GAD) als Marker könnte ein insulinpflichtiger Diabetes meilitus beneits lange vor der Manifestation der Krankheit erkannt werden.

Eine finnische Arbeitsgruppe untersuchte Sera von 151 Frauen zwischen 20 und 39 Jahren, bei denen Diabetes mellitus gerade erst diagnostiziert worden war.

Diese Serumproben standen aufgrund vorausgegangener Schwangerschaften über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren vor der Diagnose zur Verfügung. Antikörper gegen die Glutaminsäure Decarboxylase (anti-GAD) ließen sich nachweisen bei 82% der insulinpflichtigen Frauen. 36% der nicht insuimpfüchtigen Frauen und 5% der Frauen, die an schwangerschaftsbedingtem Diabetes mellitus erkrankten. War bei einer Patientin der anti-GAD Test einmal positiv, so blieb das Ergebnis über den Untersuchungszeitraum stabil, ebenso wie die anti-GAD-Spiegel. In einer Kontrollgruppe von 100 jungen Nichtdiabetikerinnen wurden keine anti GAD gefunden.

Im Vergleich mit den ebenfalls immunologischen Markern Inselzellantikörper (ICA) und Insulinautoantikörper (IAA) hat anti- GAD die Vorteile, daß es schon zu einem früheren Zeitpunkt im Serum auftritt und auch in Empfindlichkeit und Spezifität zur Voraussage von insulinpflichtigem Diabetes mellitus die Marker ICA und IAA übertrifft. Außerdem kann man mit Hilfe von anti- GAD voraussagen, welche nicht insulinpflichtigen Diabetiker sich zu insulinpflichtigen Diabetikern entwickeln werden. Anti- GAD könnte deshalb zum frühzeitigen Nachweis für die Erkennung und für die Untersuchung von insulinpflichtigem Diabetes mellitus geeignet sein.

Die Aussagekraft der Antikörpernachweise hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Beispielsweise ergeben Insulinautoantikörper, die durch Radioimmunoassays (RIA) gefunden werden, eine bessere Vorhersage für die Früherkennung von insulinpflichtigem Diabetes mellitus als die gleichen Antikörper; wenn sie durch einen ELISA (enzyme-linked immunosorbent assay) nachgewiesen werden. Außerdem kann die Bildung von Insulinautoantikörpern durch bestimmte Drogen oder andere Faktoren hervorgerufen werden. GAD-Antikörper treten auch bei anderen Erkrankungen auf, außerdem scheinen sie unter verschiedenen Bedingungen verschiedene Epitope des GAD-Moleküls zu erkennen.

Damit eine gute Aussage getroffen werden kann, sollten verschiedene Verfahren miteinander kombiniert werden, beispielsweise Nachweis mehrerer Autoantikörper, anti-GAD eingeschlossen, zusätzlich zur Beobachtung von Beta Zellzerstörung und genetischen Faktoren.


Quellen:

Toumilchto J, et al. Antibodies to glutamic acid decarboxylase as predictors of insulin-dependent diabetes mellitus before clinical onset of disease. Lancet 1994;343:1383-5. Palmer JP. What is the best way to predict IDDM? Lancet 1994;343 :1377-8.

Di: Andrea Schunk, Mosbach
Lonidamin erhöht...
Diabetes mellitus
Bakterielle Meningitis
Akute Zystitis
Insulin fördert...
Herpes labialis
Nach Chemotherapie
Akute Diarrhö
Apotheken-Rundgang

Merian Apotheke, Kundenkarte
Kostenlose Kundenkarte
zu Ihrer optimalen Betreuung!
Sie wollen wissen, welche Vorteile Sie haben?

hier klicken!
Seitenanfang


 © 2018 Merian-Apotheke Impressum  |   Nutzungsbedingungen  |   Datenschutzhinweise